
Am 30, Januar 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland. Eine Folge war die Verschärfung der Beziehungen zu den Nachbarstaaten. Insbesondere die Tschechoslowakische Republik mußte mit einer Zunahme der Spannungen rechnen. Hitlers Einfluß auf die Deutschen im Ausland nahm zu; von den 15 Millionen Einwohner dieses Staates waren 3,5 Millionen deutscher Herkunft. Die Regierung in Prag hatte die Möglichkeit einer kriegerischen Lösung der daraus erwachsenden Probleme zu berücksichtigen. An die Armeeführung ging der Auftrag einen Verteidigungsplan auszuarbeiten. Neben der Befestigung der Staatsgrenze, nach dem Vorbild der französischen Maginot-Linie, wurde damit begonnen, die Ausrüstung und Bewaffnung der Streitkräfte zu modernisieren. Auf der Grundlage eines Berichtes über die tschechoslowakische Panzertruppe vom August 1934 sind im Verteidigungsministerium Forderungen für einen leichten Panzer der Kavallerie entwickelt worden. Entsprechende Entwicklungsaufträge gingen an die Firma Ceskoslovenska Kolben Danek/Prag und Skoda/Pilsen. Das Prager Unternehmen entwickelte auf der Grundlage des leichten Panzers P-II(LT vz.34) den Prototypen P Ila. von Skoda kam eine völlige Neukonstruktion, der S-IIa. Beide Kampfwagen wurden im Sommer 1935 erprobt. Die Entscheidung fiel zugunsten des Skoda-Panzers, der unter der offiziellen Bezeichnung LT vz.35 zur Einführung gelangte. Er wog 10,5 t, besaß eine 8 bis 25 mm starke Panzerung und erreichte eine maximale Geschwindigkeit von 34 km/h. Der dreiköpfigen Besatzung stand eine 3,7-cm-Kampfwagenkanone vz.34 als Haupt-waffe zur Verfügung, deren Feuerkraft durch zwei 7,92-mm-Maschinengewehre ZB vz.37 ergänzt wurde.

