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2009-07-16

Waffen-Arsenal Sonderheft - Deutsche Kubelwagen im Kriege


Der Erste Weltkrieg zeigte unübersehbar die ständig wachsende Bedeutung des Kraftfahrzeuges in der Kriegsführung. Dies wurde auch von der Reichswehr klar erkannt. Als gegen Ende der Zwanziger Jahre der politische Druck gegen Deutschland nachließ und sich die Alliierten Militärkonimissionen zurückzogen, konnte die Reichswehr — wenn auch anfänglich getarnt — an eine beschleunigte Motorisierung des 100.000-Mann-Heeres herangehen. Bei der Beschaffung der erforderlichen geländegängigen Personenkraftwagen mußte notgedrungen auf handelsübliche Fahrgestelle zurückgegriffen werden. Sie wurden durch erhöhte Bodenfreiheit, verstärkte Federn, Sperrdifferential und dergleichen an den Geländebetrieb angepaßt. Der Aufbau war völlig offen; ein klappbares Verdeck und rollbare Seitenplanen waren der einzige Wetterschutz. Damit die Besatzung nicht aus dem Wagen fiel, baute man Sitze mit einem körpergerechten Seitenschutz ein. Darin saß man vergleichsweise wie in einem Kübel, daher der Name "Kübelsitzwagen", kurz "Kübelwagen". Dieser Ausdruck hielt sich für alle weiteren Gelände-Pkw, auch wenn diese keine Kübelsitze mehr hatten. Die ersten Kübelwagen der Reichswehr liefen auf Fahrgestellen des Adler "Favorit" und des Mercedes-Benz "Stuttgart" (1927/28).

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