
Schon vor dem Ersten Weltkrieg hatte man Kanonen der Feldartillerie für den Einsatz als Ballon-Abwehr-Kanonen, kurz BAK genannt, umgebaut. Dies geschah durch für heutige Begriffe zum Teil abenteuerlich anmutende Zusätze, um die Richtfähigkeit zu verbessern. Eine größere Steighöhe der Geschoßflugbahn zur Bekämpfung von Luftzielen wurde z. B. dadurch erreicht, daß man den Lafettenschwanz der 10-cm-Kanone 04 eingrub. Andere Geschütze setzte man auf Holz- oder Stahlsockel. Da die Ergebnisse bei Schießübungen mit diesen Geschützen nicht sehr erfolgreich verliefen und man erkannte, daß die Wirkung der bisher eingeführten BAK von 5 cm. 6,5 cm und 7.7 cm gegen Motorluftschiffe und Flugzeuge nicht ausreichend war, weil deren Steighöhe und Geschwindigkeiten sich laufend verbesserten, forderte die Heeresverwaltung neben Verbesserungen der eingeführten Geschütze auch Neukonstruktionen, u. a. auch mit dem Kaliber 10,5 cm. Deren Entwicklung erfolgte jedoch zunächst recht halbherzig.

