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2009-07-11

Waffen-Arsenal Band 161 - Sperrballone


In ihrer B-Ausgabe vom 28. Juli 1979 überschrieb "Die Welt" einen vierspaltigen Beitrag mit der Schlagzeile "Vor Ballons versagt die Spürnase". Die Unterzeile "Als Kopilot auf Übungsflug im Atombomber FB-111 über Maine" machte deutlich, was der Autor H. Joachim Maitre damit meinte: Im Verlaufe seiner Reportage über den Mitflug in diesem Überschall-Kampfflugzeug beschreibt erdessen hervorragende technischen Ausstattungen sowie Gefechtseigenschaften. Dabei beantwortet er seine selbst gestellte Frage, welche Waffen die FB-111 heute zu fürchten habe, so: "Sperrballons. Die Spürnase der Effbee versagt vor dünnen Drähten". Die möglicherweise ob ihrer Kuriosität gewählte Artikelüberschrift verdeutlichte schlagartig ein Problem, mit dem sich Experten der Luftverteidigung international gesehen nach dem 2. Weltkrieg immer mal wieder beschäftigt haben: Die Taktik aller Jagdbombereinsätzeging schließlich dahin, so tief wie möglich anzugreifen und damit das gegnerische Radar zu unterfliegen, den Fla-Raketen auszuweichen. Da wäre es für die jeweilige Luftverteidigung schon sehr hilfreich gewesen, mit dem in zwei Weltkriegen bewährten Mittel Sperrballon mindestens für eine große Verunsicherung der anfliegenden Besatzungen zu sorgen. Die Luftangriffsmittel wären so in eine größere Höhe gezwungen worden und somit leichter zu bekämpfen gewesen.

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