
Nach dem Ersten Weltkrieg waren der Reichswehr durch den Versailler Vertrag im Artikel 169 u.a. auch die Flakwaffen verboten worden. Nachdem 1926 die Interalliierte Militär-Kontrollkommission (IMKK) abgezogen war, setzte, zwar noch getarnt, die praktische Ausbildung von Kraftwagen-Batterien im Schießen gegen Luftziele in den Fahrabteilungen der Reichswehr ein. Als leichte Maschinenwaffe kam zur Tieffliegerbekämpfung seit 1928 zunächst die in der Schweiz hergestellte 2cm Oerlikon bei der Truppe als 2cm Flak zum Einsatz. Diese Waffe war auch in vielen europäischen Staaten eingeführt und wurde im Zweiten Weltkrieg auf fast allen Kriegsschauplätzen von deutschen Truppen erbeutet. Da die Leistung der 2cm Flak 28 der der inzwischen eingeführten deutschen 2cm Flak 30 und 38 entsprach, wurde sie im Krieg vor allem im Heimatgebiet zum Einsatz gebracht. Weil die Patronenhülsen jedoch anders geformt waren als die der deutschen 2cm Flak, mußte nach dem Verbrauch der Beutemunition eine besondere Fertigung für Hülsen eingerichtet werden, auf die das deutsche 2cm Geschoß gesetzt wurde.

