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2009-07-11

Radfahr Schwadronen


Wohl kein Einsatzmittel ist bei der Aufbereitung der deutschen Wehrgeschichte so sehr vernachlässigt worden wie das Fahrrad. Und doch beweisen zahlreiche Einsatzaufnahmen, daß das Fahrrad als Transport- und Fortbewegungsmittel seit der letzten Jahrhundertwende eine nicht unerhebliche Rolle im deutschen Heer einnahm. Insbesondere vor und im 1. Weltkrieg war das Fahrrad neben dem Pferd und den Bespannfahrzeugen das Transport- und Fortbewegungsmittel im Heer schlechthin. Auch im 2. Weltkrieg waren es noch Zehntausende deutscher Soldaten, die mit dem Fahrrad ins Feld zogen. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt daher beim Truppenfahrrad, das bereits zu Reichswehrzeiten als Transport- und Beförderungsmittel eingeführt wurde. Erwähnt werden auch die Soldaten der Fallschirmtruppe mit ihren Klappfahrrädern und den dazugehörigen Abwurfgeräten so-wie die Angehörigen' des Reichsarbeitsdienstes, die ebenfalls zu vielerlei Einsätzen mit ihren Fahrrädern herangezogen wurden. Die Eingliederung des Fahrrades als schnelles Beförderungsmittel in das Heer geht bis in die letzten Jahrzehnte des vorigen Jahrhunderts zurück. Bereits zu dieser Zeit waren sich die militärischen Führer verschiedener europäischer Streitkräfte darüber einig, daß sich das Fahrrad als brauchbarer Gegenstand einplanen ließ. Ob allerdings nur als Beförderungsmittel für einzelne Ordonnanzen oder aber als Transportmittel für größere Truppenbewegungen, darüber gingen die Meinungen weit auseinander. In diesem Zusammenhang bildeten sich auch die beiden Begriffe Radfahrertruppen und Truppenradfahrer.

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