
Der Große Kreuzer FÜRST BISMARCK. 1895-1900 ebenfalls in Kiel erbaut, war der zweite Namensträger. Mit ihm hatte seinerzeit die Kaiserliche Marine den Übergang zum "Panzerkreuzer" vollzogen, d. h. zu einem Kreuzer, der nicht nur durch ein Panzerdeck geschützt war wie seine direkten Vorgänger der VICTORIA-LOUISE-Klasse, sondern auch durch eine Seiten- bzw. Wasserlinienpanzerung. Seine Einsatzverdrängung betrug über 11 500 t, er war 127 m lang. 20.4 m breit und erreichte einen Tiefgang von etwa 8.4 m. Den Antrieb besorgten drei 4-Zylinder-Expansionsmaschinen mit zusammen 13 500 iPS Leistung; der Dampf wurde in 12 Kesseln verschiedener Bauart erzeugt. Damit erreichte der Kreuzer eine Geschwindigkeit von etwas über 18 kn. Seine Bewaffnung bestand aus vier 24-cm-Geschützen in Zwillingstürmen, zwölf 15-cm-Geschützen in kasemattaufstellung. zehn 8.8-cm-Torpedobootabwehr-Geschützen und sechs Torpedorohren. FÜRST BISMARCK wurde fast unmittelbar nach seiner Fertigstellung nach Ostasien beordert, um die angesichts der damaligen politischen Wirren in China gefährdet erscheinende deutsche Position zu verstärken.

