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2009-07-12

Flugzeug Profile 01 - Arado Ar 240


Die Arado Ar 240 (Projektbezeichnung E-240) entstand aufgrund einer Ausschreibung des Reichsluftfahrtministeriums. Die Entwürfe für dieses Kampfflugzeug wurden Ende 1938 beim RLM eingereicht. Arado erhielt am 2. April 1939 einen ersten Auftrag über drei Versuchsmuster. Die Entwicklungsarbeiten begannen unter der Leitung von Professor Walter Blume und Dipl. Ing. Wilhelm van Nes. In den Messerschmitt-Werken liefen zur gleichen Zeit die Arbeiten an der Me 210, welche für die gleichen Einsatzaufgaben ausgelegt wurde. Noch bevor die Arado Ar 240V-1 zum Erstflug startete, wurde der Auftrag erhöht, und zwar auf zehn V-Muster und eine nicht festgelegte Anzahl von Vorserienflugzeugen. Größere Schwierigkeiten, die bei den beiden ersten Prototypen auftraten, waren auf das Überhitzen der Triebwerke zurückzuführen. Dieses Problem konnte aber durch Änderung der Triebwerksverkleidung und dem Einbau von zusätzlichen Ölkühlern unter den Triebwerksgondeln gelöst werden. Weitere gravierende Änderungen betrafen die Zelle, wo die Verlegung der Kabine in den Bugbereich erforderlich wurde. Der Grund für die Verlegung der Kabine in den Bugbereich war das unstabile Flugverhalten um alle drei Achsen, wodurch das Flugzeug schwierig zu fliegen war. Diese Auslegung kam dann ab der Ar 240V-3 zur Durchführung. Auch die Fernsteuerungsanlage für die rückwärtige Bewaffnung mußte bis zu ihrer Funktionstüchtigkeit mehrmals überarbeitet werden. Die Arado Ar 240 war in ihren Grundzügen bestimmt kein schlechter Entwurf. Da höchste Leistung als Ziel gesetzt war, gab es bei der Entwicklung und Produktion erhebliche Probleme. Um dieses Ziel mit den vorhandenen Mitteln und Techniken erreichen zu können stieß man oft in Grenzbereiche vor.

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