
Die Entwicklungsgeschichte des 'Standard-Panzers", wie der KPz LEOPARD 1 zunächst bezeichnet wurde, reicht bis in das Jahr 1955, dem Beginn der Konzept- und Definitionsphase, zurück. Im Anschluß an die Ergebnisse des ständigen Rüstungsausschusses der WEU wurde zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich ein Militärabkommen geschlossen mit dem Ziel, einen gemeinsamen Kampfpanzer zu entwickeln. 1958 schloß sich auch Italien diesem Abkommen an. Nach den im gleichen Jahr aufgestellten trilateralen Militärischen und Technischen Forderungen, stellten die deutschen Firmengruppen A (Porsche, Jung, MaK und Luther & Jordan) und B (Ingenieurbüro Warneke der Firma Ruhrstahl. Henschel und Hanomag) sowie auf französischer Seite das Atelier de Construction Mouli-neaux (AMX) jeweils zwei Prototypen her. Die erste trilaterale Vergleichserprobung der deutschen und französischen Prototypen fand im März 1961 in Frankreich (Bourges und Satory) sowie in der Bundesrepublik Deutschland (Meppen) statt. Die Panzerentwicklung der deutschen Arbeitsgruppe C (Borgward), die für die damalige Zeit ungewöhnliche Ideen beinhaltete, mußte wegen des finanziellen Zusammenbruchs der Firma im Jahr 1961 abgebrochen werden.

